In meinem letzten Beitrag „Ernährungstherapie auf Ayuervedisch“ ging ich im Allgemeinen auf Ayurveda ein und wie ich dessen Grundzüge in meine Ernährungstherapie einbeziehe. Die 5 Körperhüllen bzw. Pascha Koshas weisen darauf hin, dass wir uns mit dem Körper in all seiner Fülle beschäftigen sollten, um nachhaltige Verbesserungen bei chronischen Erkrankungen zu erzielen. Der Körper sollte demnach nicht nur von seiner physischen, sondern auch energetischen, mentalen sowie intuitiven Seite unter die Lupe genommen werden.

In diesem Beitrag möchte ich auf diese Zusammenhänge vertieft eingehen, in dem ich dir einen Einblick in die ayurvedische Sichtweise auf Bauch und Gehirn gebe. 

Bauch und Gehirn stehen in engem Austausch

Wenn man sich Bauch und Gehirn von Außen anschaut, stellt man fest, dass ihre Struktur sehr ähnlich ist. Sie winden und räkeln sich und bestehen aus unzähligen Nervenzellen. Deshalb wird unser Bauch in der Forschung auch als zweites Hirn, das Bauchhirn, genannt. Unser Darm und Gehirn sind extrem miteinander vernetzt. Sie kommunizieren über Hormone und Botenstoffe. So sind sie in dauerhaftem Austausch. Dieser Austausch funktioniert in beide Richtungen über die sogenannte Darm-Hirn-Achse. Der Darm gibt ein Signal, z.B. ein Hungersignal an unser Gehirn, wodurch wir folglich die Information erhalten, dass wir hungrig sind. Unser Gehirn kann aber genauso ein Signal an unseren Darm geben. Beispielsweise wenn wir uns ängstlich fühlen, schüttet unser Gehirn (im Genaueren die Amygdala – Angstzentrale) entsprechende Hormone (Katecholamine – Adrenalin und Noradrenalin) aus. Diese sorgen dann für stressbedingte Verdauungsbeschwerden wie Blähungen, Durchfall und Krämpfe.

Verdauungsfeuer, das Agni, findet man im Bauch und Gehirn

Die Ayurveda geht davon aus, dass wir sowohl auf körperlicher (Magen-Darm-Trakt) als auch auf mentaler (unserem Gehirn) Ebene über jeweils ein Feuer, den sog. Agni, verfügen. Diese Feuer stehen in engem Kontakt und beeinflussen sich gegenseitig. Funktioniert das Verdauungsfeuer im Darm nur schwach, so hat dies eine unmittelbare Wirkung auf das mentale Agni. Dessen Stärke wird folglich ebenfalls reduziert. Der Einfluss funktioniert in beide Richtungen gleich. Daher stellt man Fragen in der Ayurveda Diagnostik nicht nur zur Verdauung und zum Stuhlgang, sondern der Augenmerk ist genauso auf die enge Verknüpfung zwischen Darm und Hirn gerichtet. 

Entzündungen aus ayurvedischer Sicht

Aus ayurvedischer Sicht entsteht eine Erkrankung nicht von heute auf morgen, sondern sie ist eine Ansammlung aus verschiedenen, negativen Einflüssen und baut sich kontinuierlich auf. Unser Körper reagiert dabei wie ein Feinfühler auf alles, womit er in Kontakt kommt. Stuft er einen ungebetenen Gast ein, so reagiert er abwehrend mit einer Entzündungsreaktion, wobei das Immunsystem eine wichtige Rolle spielt. Dieser ungebetene Gast kann ein Nahrungsmittelbestandteil sein, aber auch hoher Stresslevel, Bewegungsmangel, Medikamente usw. Solche Entzündungsprozesse sind ganz natürlich, laufen sie allerdings über einen längeren Zeitraum ab, so können sich chronische Entzündungen manifestieren und zahlreiche Symptome mit sich bringen. 

Ziel eder ayurvedischer Therapie und auch meiner Ernährungstherapie ist es, die Ursache für die Symptome zu finden und diese dann aus dem Alltag und dem Körper auszuscheiden. Wie schon Chakara Samhita sagte:

„Jede Therapie, die nur die Symptome behandelt, ist keine ausreichende Therapie. Die beste Behandlung ist diejenige, die wieder die natürliche Balance und Ordnung herstellt und keine anderen Dysbalancen hervorruft.“

In meiner Ernährungstherapie schauen wir uns deinen Ist- und deinen Wunsch-Zustand an und mit konkreten Techniken aus dem Ayurveda, Yoga, Meditation und Achtsamkeit lösen wir deine tiefverankerten mental-emotionalen Grenzen. Wenn du schon lange im Dunkel tappst, ratlos bist und verwirrt über die verschiedenen Ernährungsempfehlungen. Wenn du endlich herausfinden möchtest, was deine individuelle Ernährung ist, was deinem Körper gut tut und wie du es ihm geben kannst. Wie du ihn richtig im Schub und Remission nährst, um Risiken wie Nährstoffmangel vorzubeugen. Wenn du die Kontrolle über deinen Körper wieder haben möchtest und einfach mehr Klarheit willst. Dann schreibe mich gerne unter meiner E-Mail info@bauchgeschichten.com an und vereinbare mit mir ein unverbindliches Kennenlerngespräch. 

Im Kennenlerngespräch stelle ich dir gezielte Fragen zu deiner aktuellen Situation, Krankheitsgeschichte und deinen Wünschen. Basierend darauf erstelle ich einen individuellen Plan, in dem wir Schritt für Schritt deine individuelle Ernährung herausfinden und deine Erkrankung endlich zur Nebensache werden lassen.

Über mich

„Hallo, mein Name ist Dominika!

Ich bin Ernährungswissenschaftlerin und habe seit mehreren Jahren meine Spezialisierung im Bereich „Darmgesundheit“. 

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Häufige Fragen

Kohlsorten, Bohnen oder auch Ballaststoffe blähen auf. Wie kann ich dagegen vorgehen?

Eine abwechslungsreiche Ernährung ist wichtig, dazu gehören auch gesunde Fette. Diese entlasten nämlich den Darm, indem sie dafür sorgen, dass die Nahrung länger im Magen verweilt. Kombiniere die Mahlzeiten daher immer mit pflanzlichen Fetten. Aber aufgepasst – auch die Menge ist wichtig. Beispielsweise bläht tiefgekühltes Kohl oder Bohnen weniger auf.

Ich habe keine festgestellten Intoleranzen. Warum vertrage ich dennoch keine frischen Milchprodukte oder ballaststoffreiche Lebensmittel?

Frische Milchprodukte enthalten höhere Mengen an Probiotika als gewohnt, sodass diese kurzfristig zu Laktoseunverträglichkeit-ähnlichen Symptomen führen können. Ähnlich verhält es sich auch bei ballaststoffreichen Lebensmitteln, die Präbiotika enthalten. Der Darm muss sich schlichtweg an die neue Bevölkerung gewöhnen. Entlasten kannst du deinen Bauch anfangs durch eine Kombination aus Gemüse und pflanzlichen Ölen (z.B. Leinöl).

Kohlsorten, Bohnen oder auch Ballaststoffe blähen auf. Wie kann ich dagegen vorgehen?

Eine abwechslungsreiche Ernährung ist wichtig, dazu gehören auch gesunde Fette. Diese entlasten nämlich den Darm, indem sie dafür sorgen, dass die Nahrung länger im Magen verweilt. Kombiniere die Mahlzeiten daher immer mit pflanzlichen Fetten. Aber aufgepasst – auch die Menge ist wichtig. Beispielsweise bläht tiefgekühltes Kohl oder Bohnen weniger auf.

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Hallo mein Name ist Dominika Králová -

M.Sc. Ernährungswissenschaftlerin, Ernährungstherapeutin mit Fokus auf chronische Erkrankungen und Yogalehrerin.“

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