[bezahlte Werbung] Durchfall, Blähungen, Bauchkrämpfe – jeder Mensch durchlebt mindestens einmal in seinem Leben eine Darmerkrankung. Sei es beispielsweise als Magen-Darm-Grippe oder Pilzbefall. Im Fall von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, Morbus Crohn und Colitis ulcerosa, und Reizdarm durchleben die Patienten wiederkehrende Krankheitsschübe, die das Leben des Betroffenen stark einschränken können. Hinzu kommen Begleiterkrankungen und die Nebenwirkungen von Medikamenten. All das hat einen Einfluss auf das Darmmikrobiom. Aber wie hängt das Darmmikrobiom mit der Entwicklung von CED und Reizdarm zusammen?

Was ist das Darmmikrobiom?

Der Begriff „Darmmikrobiom“ steht für die Gesamtheit alles Bakterien in unserem Darm. Es trägt nicht nur zu einer gesunden Verdauung bei, sondern hat weitere zentrale Aufgaben wie Schutz vor schädlichen Bakterien oder Steuerung von Appetit und Sättigung. Die Darmflora, so wie sie früher genannt wurde, besteht zum größten Teil aus Bakterien. Sie leben mit uns Menschen in einer Symbiose, was heißt, dass beide Seiten stark voneinander profitieren: Der Mensch bietet den Darmbakterien einen geschützten Wohnraum und füttert sie regelmäßig, die Darmbakterien wiederum erfüllen zahlreiche Stoffwechsel- und Schutzfunktionen.


Woraus besteht das Darmmikrobiom?

Im Darm leben verschiedene Darmbakterien-Stämme, die in einer bestimmten Anzahl vorhanden sind. Bislang wurden ca. 50 verschiedene Spezies identifiziert, davon die bekanntesten Firmicutes und Bacteroidetes. Die Verteilung und die Anzahl der einzelnen Bakterien-Spezien ist unterschiedlich. Und genau diese Verteilung, diese Balance ist für unsere Gesundheit so essenziell, denn jede der Bakterien-Spezien hat eine andere Aufgabe, die es zu verrichten hat.

 

Verändert sich das Darmmikrobiom im Verlauf des Lebens?

Die Zusammensetzung des Darmmikrobioms unterliegt im Verlauf unseres Lebens drastischen Veränderungen. So haben Neugeborene beispielsweise kaum Bakterien in ihrem Darm. Der Darm wird erstmals durch den Geburtsvorgang besiedelt. Die Geburt kann bereits einen Einfluss auf die Zusammensetzung der Darmflora des Neugeborenen haben, denn es hängt stark davon ab, ob das neugeborene Kind durch natürliche Geburt oder Kaiserschnitt zur Welt kam. Weiterhin beeinflusst die Ernährung des Neugeborenen die Entwicklung des Darmmikrobioms. Die ersten Jahre sind besonders prägend für die Besiedlung des Darms mit Darmbakterien.

Auch später im Erwachsenenalter verändert sich das Darmmikriobiom, dabei kann beispielsweise die Ernährung oder Infekte und Medikamenteneinnahme einen Einfluss haben. Wie du siehst, das Darmmikrobiom verändert sich abhängig von verschiedenen Faktoren und dabei spielt die Balance der einzelnen Bakterienspezien eine wichtige Rolle. Kommt es zur Verschiebung der Bakterienspezien in unserem Darmmikrobiom, so kann es sich beispielsweise auf unser Wohlbefinden, Gewicht oder auch Gesundheitszustand auswirken.

Wie hängt das Darmmikrobiom mit der Entwicklung von CED und Reizdarm zusammen?

Wenn die Symbiose zwischen dem Darmmikrobiom und Mensch weitestgehend stabil ist und sich im Erwachsenenalter einpendelt, so spricht man von einer Eubiose. Diese Eubiose kann sich unter bestimmten Umständen im Bezug auf die Zusammensetzung der Bakterien nachteilig verändern (= Dysbiose, Fehlbesiedlung). Dies ist zum Beispiel bei einer Langzeit-Behandlung mit Antibiotika der Fall oder einer Darminfektion. Eine große Bandbreite an Bakterien kann durch die Einnahme der Medikamente und verstärkte Durchfälle abgetötet werden, sodass eine Verschiebung des Darmmikrobioms auftritt. Diese Verschiebung kann ein postinfektiöses Reizdarmsyndrom, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen oder auch Fettleibigkeit, Parkinson und Diabetes begünstigen.

 

Bei Reizdarmsyndrom und chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen tragen verschiedene weitere Mechanismen zur Fehlbesiedlung bei. Zum einen kann die gestörte Motilität des Darms (wechselhafter Durchfall mit Blähungen und Verstopfung), eine gestörte Barrierefunktion des Darms und auch die gestörte Kommunikation zwischen der Darm-Hirn-Achse ihren Beitrag leisten. Auch Entzündungsvorgänge und gleichzeitige Überaktivität der Mastzellen (=Immunzellen) kann zur Dysbiose beitragen. Allerdings, und das muss hier erwähnt werden, sind sich die Forscher noch nicht einig, ob die gestörte Darmbakterienflora eine Ursache oder Folge der Entwicklung von Reizdarm oder CED ist.

 

Welche Veränderungen des Darmmikrobioms wurden bei Reizdarm und CED beobachtet?

Es gibt durchaus Unterschiede in der Zusammensetzung der Darmflora bei beiden Krankheitstypen. Vor allem wurde das Fehlen oder die Reduktion folgender Bakterienarten beobachtet:

 

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen – Morbus Crohn und Colitis ulcerosa 

 

  • schützende Bakterienarten Bifidobacterium longum oder Bifidobacterium bifidum
  • Faecalibacterium prausnitzii
  • Roseburia-Arten, die Entzündungen hemmen

 

Reizdarm

 

  • Faecalibacterium prausnitzii
  • Blautia faecis

 

Welche Rolle spielt die Gabe von Bakterienkulturen in der Therapie von Reizdarm und CED?

Aufgrund der oben genannten Punkte wird vermutet, dass die Darmbakterien eine Schlüsselrolle in der Therapie von Reizdarmsyndrom sowie CED spielen. Die Wirkung der Kulturen bzw. Probiotika ist stammspezifisch, was gleichzeitig auch den heterogenen Einsatz für verschiedene Krankheitsbilder erklärt. Daher ist es immer empfehlenswert, auf die Auswahl und die Zusammensetzung eines Präparates mit Bakterienkulturen zu achten, um das gewünschte Ergebnis zu erhalten. So werden beispielsweise Keime wie Bifidobacterium infantis, Lactobacillus Casei zur Linderung von Blähungen, Lactobacillus- und Bifidobacterium-Stämme zur Linderung von Durchfall und E.Coli Nissle sowie Bifidobacterium lactis zur Behandlung von Verstopfungen eingesetzt werden. Außerdem macht es Sinn, eine Darmmikrobiom-Analyse zu machen, um genauestens nachzuvollziehen, welche Keime gezielt eingenommen werden sollten.

 

Innovall RDS der Firma Microbiotica enthält den sog. Lactobacillus plantarum 299v, der im Zusammenhang mit Reizdarmsyndrom besonders erforscht wurde. Das Lactobacillus plantarum 299v hat positive Effekte auf die Leitsymptome wie Blähungen, Bauchschmerzen und Durchfälle. Der Bakterienstamm wurde in langjähriger Forschungsarbeit und in mehr als 50 klinischen Studien geprüft. Das Überleben der Bakterienkultur im Verdauungstrakt bis hin zum Wirkort sowie die Vermehrungsfähigkeit sind ebenfalls belegt.

 

Außerdem ist es langfristig gesehen wichtig, den Darm mit einer abwechslungsreichen, ausgewogenen Ernährung zu unterstützen, um so die Regeneration des Darmes zu fördern. Genauso ist es wichtig, diese chronischen Erkrankungen ganzheitlich zu behandeln und den Krankheitsverlauf durch Mindset-Coaching, Achtsamkeit und Stressreduktion zu unterstützen.

Aufgepasst: Das Unternehmen Microbiotica veranstaltet am 14.09.2020 um 19:00 Uhr ein Webinar für Reizdarm-Patienten. Hier spricht der Gastroenterologe und Reizdarm-Experte Prof.Dr.Storr und stellt studienbasierte Therapioptionen für Reizdarm-Patienten vor. Hier geht’s zur kostenlosen Anmeldung.

 

Über mich

„Hallo, mein Name ist Dominika!

Ich bin Ernährungswissenschaftlerin und habe seit mehreren Jahren meine Spezialisierung im Bereich „Darmgesundheit“.

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Häufige Fragen

Ich habe alles ausprobiert. Am besten geht es mir, wenn ich nichts esse. Entlaste ich damit den Darm?
Um eine ausreichende Nährstoffzufuhr, eine reiche Darmmikrobiota sowie eine ganzheitliche Gesundheit aufzubauen und zu erhalten, ist eine regelmäßige und Symptom-orientierte Ernährung notwendig. Der Darm und seine Bewohner brauchen die richtige Nahrung. Lass dich auf deinem Weg professionell beraten und sei geduldig. Tausche dich darüber am besten mit deinem Ernährungsberater aus oder kontaktiere mich gerne über das Formular.
Ich habe keine festgestellten Intoleranzen. Warum vertrage ich dennoch keine frischen Milchprodukte oder ballaststoffreiche Lebensmittel?
Frische Milchprodukte enthalten höhere Mengen an Probiotika als gewohnt, sodass diese kurzfristig zu Laktoseunverträglichkeit-ähnlichen Symptomen führen können. Ähnlich verhält es sich auch bei ballaststoffreichen Lebensmitteln, die Präbiotika enthalten. Der Darm muss sich schlichtweg an die neue Bevölkerung gewöhnen. Entlasten kannst du deinen Bauch anfangs durch eine Kombination aus Gemüse und pflanzlichen Ölen (z.B. Leinöl).
Kohlsorten, Bohnen oder auch Ballaststoffe blähen auf. Wie kann ich dagegen vorgehen?
Eine abwechslungsreiche Ernährung ist wichtig, dazu gehören auch gesunde Fette. Diese entlasten nämlich den Darm, indem sie dafür sorgen, dass die Nahrung länger im Magen verweilt. Kombiniere die Mahlzeiten daher immer mit pflanzlichen Fetten. Aber aufgepasst – auch die Menge ist wichtig. Beispielsweise bläht tiefgekühltes Kohl oder Bohnen weniger auf.

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M.Sc. Ernährungswissenschaftlerin, Ernährungstherapeutin mit Fokus auf chronische Erkrankungen und Yogalehrerin.“

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